Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat neuerlich den Google-Analytics Service geprüft und dazu eine Pressemitteilung herausgegeben. Der Service bietet aus Sicht eines Webseiten-Betreiber viele Vorteile, trotzdem sollte ein Verzicht Anliegen eines jeden Webmasters sein.
Google kann die so erlangten Nutzungsdaten für weitere eigene Auswertungen verwenden. Eine Zusammenführung mit Nutzungsdaten mit denen anderer Google-Dienste ist möglich und wird generell von Google bestätigt. Dadurch hat das Unternehmen die Möglichkeit, über Surfer im Internet detaillierte Nutzungs- und Interessenprofile zu erstellen und diese vor allem für Werbezwecke zu verwenden. All dies erfolgt regelmäßig ohne das Wissen der Betroffenen. Nur in wenigen Fällen wird von den Webseitenbetreibern überhaupt darauf hingewiesen, dass dieses Werkzeug im Einsatz ist und eine Übermittlung der Daten zu Google in den USA oder anderswo erfolgt. Damit wird von den Webseitenbetreibern regelmäßig gegen Datenschutzrecht verstoßen. Den Nutzenden ist nicht bewusst, geschweige denn, dass sie hierin eingewilligt hätten, dass ihre personenbeziehbaren Daten zur Erstellung von Nutzungsprofilen an den internationalen Konzern übermittelt werden. Selbst den deutschen Datenschutzbehörden ist nicht bekannt, was Google dann mit diesen Daten anstellt.
Wie sich dies auch durchaus negativ für User auswirken kann, zeigt sich im aktuellen Verfahren Viacom vs. Google/Youtube. Auch wenn Viacom beteuert das Datenmaterial nicht dazu zu verwenden gegen einzelne Nutzer vorzugehen, zeigen die Arbeitsweisen solcher Organisationen tagtäglich andere Praktiken. Dabei muss man ebenso berücksichtigen, dass User die sich Copyright verletzendes Material auf Youtube angesehen haben, mindestens in einer Grauzone, wenn nicht ebenso strafbar gemacht haben, wie die Uploader.
Weitere Artikel zum Thema Google-Analytics gibt es hier und hier. Die Frage für den User, der ja meist nicht einmal durch den Webseiten-Betreiber darauf hingewiesen wird, dass Google-Analytics eingesetzt wird, ist: Was kann ich vorbeugend tun, um mich zu schützen? In einem früheren Artikel habe ich schon einmal IP-Adressen für Firewallregeln und Blocklisten zusammengetragen. Darüber hinaus kann man sich in einer Veröffentlichung des ULD informieren.
Da Google-Analytics Javascript basiert arbeitet, gibt es eine sehr einfache Möglichkeit mit einem Firefox-Addon, Javascripts bestimmter Websites nicht zuzulassen. https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/4922 Dies setzt allerdings voraus, dass ich weiß, dass die Seite Analytics einsetzt.

oder man nutzt das add on “noscript”, mit welchem man per hand die skripte zulassen kann, die man haben möchte. damit werden dann auch die meisten personalisierten werbungen gekillt.
auch sehr zu empfehlen ist der ebenfalls für firefox erhältliche addon / plugin trackmenot bei mozilla für firefox und alle auf mozilla basierende webbrowser. danke für den artikel. google will das internet monopolisieren und sich als die allwissende internet maschine ausbauen. nicht mit meinen infos! ich benutze alle plugins die meine privatsphäre schützen! laut artikel 1 des grundgestzes ist meine würde zu schützen! statt bei google zu suchen empfehle ich scroogle.org zu benutzen. die senden eine variable ip adresse an google und löschen das an scroogle gesendette cookie innerhalb von 48 std! saver search! keine daten für das google monster! der apple eigene browser bitet nur unsicheres surfen im internet an. alle klicks könne aufgezeichent werden und google kann schön profile anhand des verhaltens erstellen. man braucht sich nicht wundern das dann maßgeschneiderte werbung auftaucht. der gläserne internet user…. dank google
links
trackmenot – https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/3173
firefox http://www.mozilla.com/de/
ps
no script ist am anfang etwas nervig, wenn man am anfang alle scripts verbietet, weil alle seiten erst nicht funktionieren. aber nach ein paar mal, wird das immer besser. man kann halt internetseiten in vertrauenswürdige und nicht-vertrauenswürdige einstufen. und alles was mit werbung und klick tracking zu tun hat ausschalten. z.b. funktiuoniert die seite beatport ohne google analytics gar nicht. deshalb meide ich solche internetseiten! das isnd dann seite auf der schwarzen liste!
frohe weihnachten und ein entspanntes 2010!
euer dr. motte
wie ich feststelle rockt da jemand nicht nur die turntables. geile action auf der nature one …
zum thema noscript:
das erste pflichtaddon nach der installation von firefox, allerdings sorgt noscript teilweise auch für dreiradfahren auf der datenautobahn. wenn man sich aber erstmal durchgewurschtelt hat ist es neben Adblock Plus ein must have.
seiten die ohne script schon gar nicht mehr können, ganz große favoriten sind da die myspaceseiten, sind sowieso test- und einflugsschneisse für spam 2.0 und anderen unfug … und da fährt man entweder gepanzert rein (konsolenbrowser) oder lässt es einfach.
das google auf seinem weg gute und sinnvolle technologien rücksichtslos umgesetzt hat, wird gerade der telko industrie langsam bewusst und die fangen an zu jaulen, die journalie und die printmedien haben das weinen bereits aufgegeben … was das ganze noch schlimmer macht, ist das google sich keinen markt mehr zu erkämpfen braucht, sondern sich ihn nimmt, meist geht das gepaart mit preis und innovation – was bleibt ist nicht nur der fahle nachgeschmack eines giganten der bald als informationsmonoplist jedem sagen kann was du letzten sommer gemacht hast