Tuning TCP Linux
Das Tutorial basiert auf dem TCP Tuning Linux Guide & TCP Tuning for WAN und ist im wesentlichen eine Übersetzung mit ein paar zusätzlichen Erläuterungen
LINUX
Da es unterschiedliche TCP Optionen in denKernelversionen 2.4. und 2.6. gibt, soll es uns im folgenden ausschliesslich um Kernelversionen der 2.6 – Familie gehen. Prinzipiell finden sich alle Parameter in der Datei ip-sysctl.txt die den Kernelsourcen beiligt. Um die TCP Einstellungen zu ändern, werden die Einträge entweder in die /etc/sysctl.conf eingefügt oder entsprechend abgeändert und mit “sysctl -p” übernommen.
Als erstes erhöhen wir den zu klein geratenen TCP buffer:
net.core.rmem_max = 16777216
net.core.wmem_max = 16777216
net.ipv4.tcp_rmem = 4096 87380 16777216
net.ipv4.tcp_wmem = 4096 65536 16777216
net.ipv4.tcp_no_metrics_save = 1
net.ipv4.tcp_moderate_rcvbuf = 1
sysctl net.ipv4.tcp_sack = 0
# für Gigabitadapter
net.core.netdev_max_backlog = 2500
#für 10 Gigabit
net.core.netdev_max_backlog = 30000
Darüber hinaus überprüfen wir ob folgende Werte auf 1 gesetzt sind:
sysctl net.ipv4.tcp_window_scaling
sysctl net.ipv4.tcp_timestamps
Mit der Kernelversion 2.6.13 unterstützt Linux sogenannte “pluggable congestion control algorithmen” . Welche Algorithmus Verwendung finden soll, wird mittels net.ipv4.tcp_congestion_control festgelegt. Abhängig von der Kernelversion sollte er default auf cubic oder reno stehen. Um nachzuschauen welche Algorithmen der Kernel unterstützt:
sysctl net.ipv4.tcp_available_congestion_control
Von Hause aus stehen mehrere Algorithmen zur Verfügung, die Unterstützung muss beim kompilieren des Kernel berücksichtigt werden. Weiterführende Informationen und Arbeitsweise der einzelnen Algorithmen findet sich hier. Ein Benchmark über die unterschiedlichen Algorithmen mit diversen MTU Werten findet sich hier für eine Teststellung im 10GBit Bereich. Der Algorithmus wird dann beispielsweise durch
sysctl -w net.ipv4.tcp_congestion_control=htcp
gesetzt.
Um den Durchsatz zu erhöhen können wir ebenso die die Queue des Interfaces anpassen:
ifconfig eth0 txqueuelen 10000
Letzteres ist einzig für Gigabit Ethernet Adapter zu empfehlen, darüber hinaus ist an dieser Stelle mit Nebenwirkungen zu rechnen: wie z.B. dass die einzelnen Streams nicht mehr gleichwertig das Medieum teilen.
Jumbo Frames und die Spielerei mit den MTU-Werten:
Laut IEEE 802.3 haben Frames im Ethernet eine maximale Größe von 1518 Byte. Das ergibt beim Einsatz von IP eine MTU Größe von 1500 Byte. Als Jumbo Frames werden nun Frames mit einer Größe über 1518 Byte bezeichnet. Jumbo Frames sind ersteinmal nicht standardisiert. Jeder Netzwerkhersteller implementiert hier seinen eigenen “Standard”. Typischweise werden Framegrößen von 9 kB, 12kB, 14 kB und 16 kB verwendet. Der Einsatz von Jumbo Frames soll die Interruptlast der beteiligten Stationen verringern. Ein weiterer positiver Effekt, der großen Frames, ist der kleinere Protokolloverhead.
Damit die Übertragung von Jumbo Frames funktioniert, müssen alle Switche und Router zwischen Sender und Empfänger diese unterstützen. Und hier fangen die Probleme an. Da kein Standard existiert, ist die Unterstützung der Hersteller recht unterschiedlich. Auch zwischen den einzelnen Produkten eines Herstellers gibt es oft Unterschiede bei der Behandlung von “Jumbos”. Cisco unterstützt Jumbo Frames nur bei bestimmten Modulen und teilweise nur auf bestimmten Ports von Modulen. Hier ist also Lesen angesagt. Sinnvoll ist der Einsatz von Jumbo Frames unter Umständen in einem Cluster Server, da hier die Member des Clusters über eine kontrollierte Infrastruktur kommunizieren. Switche, Router und Netzwerkkarten die keine großen Frames kennen, verwerfen die Jumbos einfach. In den Fehlercountern tauchen diese dann als Giants auf.
mehrCOFEE – Computer Online Forensic Evidence Extractor
oder kurz, eine weitere Software aus dem Hause Redmond die viel verspricht und gar nichts hält.
Zunächst was ist Cofee. Cofee soll nach Aussagen Microsoft ein forensiches Analysetool für Behördenmitarbeiter sein, die als nicht Computerexperten rechtssichere Beweise erlangen wollen. Das Ganze wird auf einen USB Stick gepackt und dann an den zu untersuchenden Rechner geklemmt. Cofee startet sich dann via Autorun und *gg* … ich zitiere mal die Jungs von Heise Security:
führt dabei ein Kommandozeilenskript aus. Tools wie whoami, autoruns und so weiter erstellen dabei einen Schnappschuss mit Basisinformationen, die danach für den Web-Browser hübsch aufbereitet werden. Raffinierte Tools, um etwa gelöschte Dateien oder anderweitig versteckte Informationen wiederherzustellen fanden sich nicht in der Sammlung.
Das klingt genau danach, als ob sich jemand Sorgen machen müsste, wenn irgendeiner mit so einem Stick einen Rechner drangsaliert … Cofee kann man derzeit von den diversen Sharingplattformen ergattern. Abgesehen davon, dass das Programm Urheberechtlich geschützt ist, sind 90% Fakes mit drittklassigen Trojanern. Nachzutragen ist noch, Cofee gibt es nur für 2k3 und xp, also noch nichtmal für die Flagschiffe aus dem Hause Redmond. Microsoft Pressechef, der Herr Baumgärtner, meinte dazu, dass Cofee nun frei zugänglich sei, stelle keine Sicherheitsbedrohung dar, ja das glaube ich ihm gerne, da seiner Meinung nach solche Hackertools (whoami) den Profis sowieso schon zur Verfügung stünden.
#>whoami
bundesregierung
*Juhu ich bin drinn*
mehrFriedensnobelpreisträger bewilligt Kriegsetat in dreistelliger Milliardenhöhe
Eigentlich gibt es hierzu nicht viel zu sagen. RIA Novosti bringt es als eine der wenigen auf den Punkt: Friedensnobelpreisträger Obama bewilligt Kriegsetat in dreistelliger Milliardenhöhe. Wenn die restlichen Nobelpreise nach ähnlichen Kriterien vergeben werden …
UPDATE: Obama lässt jetzt auch höchstrichterlich keine Folterknechte verfolgen. Ich meine wo kommen wir denn da auch hin, dass ist der Friedensnobelpreisträger und Führer ähm Präsident der einzigen Demokratie auf Erden, die noch dazu sozusagen das Gute in die Welt bombt …
mehrTV & Musikindustrie 2.0 auf dem absteigenden Ast
Die Facebook-Initiative, die dem X – Factor – Scheiss, der nun schon seit geschlagenen 4 Jahren die UK Singlecharts zu Weihnachten mit dem Gewinner anführte, den Stinkefinger zeigen wollte, hat es mit Rage Against the Machines und „Killing in the Name of“ geschafft. Offizielle Weihnachtssingle 2009 in den UK sind RATM! Wie geil ist das denn bitteschön!
Fuck you, I won’t do what you tell me!
mehrThis function has none of DETERMINISTIC, NO SQL, or READS SQL DATA in its declaration and binary
Als ich heute ein Backup einspielen wollte, um eine Replikation erneut aufzusetzen, stolperte ich über folgenden Fehler:
ERROR HY000: This function has none of DETERMINISTIC, NO SQL, or READS SQL DATA in its declaration and binary logging is enabled (you *might* want to use the less safe log_bin_trust_function_creators variable)
Wenn wir eine gespeicherte Funktion erstellen, müssen diese entweder als deterministisch deklariert oder es muss festgelegt werden, dass sie keine Daten modifizieren. Andernfalls kann sie für die Datenwiederherstellung oder Replikation Unsicherheiten bergen … so dass MySQL Handbuch. Zur Lockerung der Bedingungen für die Erstellung einer Funktion setzen wir die globale Systemvariable log_bin_trust_function_creators auf 1. Diese Variable hat den Standardwert 0.
> SET GLOBAL log_bin_trust_function_creators = 1;
Darüber hinaus können wir diese Variable genaus als Option beim Start des MySQL Servers übergeben –log-bin-trust-function-creators=1. Mehr Informationen gibt es [hier]. Und dann klappt es auch mit dem Einspielen des Backup
…
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